STAGE BREGENZ/contemporary fair / art / design
20.-23. März 2025

Sonderpräsentationen 2024

22. bis 25. Februar 2024
ZUMTOBEL präsentiert Tall Glass – James Turrell
Location: Seitenbühne B02
James Turrell ist durch die Singularität seines künstlerischen Ansatzes und die vielfältige Präsenz in internationalen Ausstellungen und Museen einer der renommiertesten Künstler der Gegenwart.  Seit den 1960er Jahren widmet er sein gesamtes Schaffen den vielfältigen Erscheinungsformen des natürlichen und künstlichen Lichts. Turrell dringt in die Grenzbereiche der menschlichen Wahrnehmung vor, indem er durch Installationen, Licht-Räume und Licht-Bilder das Licht als künstlerisches Medium erfahrbar macht. Die Zeitlosigkeit und Faszination seiner Werke beruhen vor allem auf der Idee, ohne den Umweg über Symbolik oder bildliche Darstellung, Licht als eine Form der Realität sinnlich erfahrbar zu machen.

In der Werkreihe „Tall Glass“, die mit der Technologie von Zumtobel entwickelt wurde, schafft der Künstler großformatige „Licht-Bilder“ aus Glas als eine konsequente Weiterentwicklung der Rauminstallationen aus Licht, die seit langem sein Werk bestimmen. In sanftem Farbverlauf fokussiert ein „Tall Glass“ die suggestive Wirkung des Lichtes auf eine begrenzte Fläche im Raum und ermöglicht dem Betrachter damit die für James Turrells Schaffen typische außergewöhnliche Seherfahrung auch in einem privaten Umfeld. 

James Turrell, geboren 1943 in Los Angeles, studierte Mathematik, Psychologie und Kunst. Nach ersten Experimenten mit Licht und Architektur erweiterte er sein Werk in großformatige Installationen, die in den bedeutendsten Museen der Welt gezeigt wurden. Sein Lebenswerk ist die Umwandlung eines erloschenen Vulkans in der Wüste von Arizona in ein Gesamtkunstwerk aus Raum und Licht.

 

memory selec+
Eine digitale Installation von Gerwald Rockenschaub
Eine Veranstaltung des Kulturservice der Landeshauptstadt Bregenz in Kooperation mit Casino Bregenz und STAGE Bregenz
Location: Casino Bregenz
Dauer: 14.02 – 29.03.2024
Im Rahmen der neuen Kunstmesse am Bodensee, STAGE Bregenz, in Kooperation mit dem Magazin 4,  Kulturservice der Landeshauptstadt Bregenz,  gestaltet Gerwald Rockenschaub eine Animation mit dem Titel memory selec+, welche die Fassade des Casino Bregenz flächendeckend bespielt und von 14. Februar bis 29. März zu sehen ist. Zwei Quadrate pulsieren im Loop an der Außenwand des Casinos – die dynamische Wirkung der Animation wird zusätzlich durch die intensiven Farbkontraste von Grün und Pink verstärkt. Mit dieser ortsspezifischen Installation konfrontiert Rockenschaub die architektonischen Bedingungen des Casino Bregenz und wirft abermals die Frage über das Verhältnis von Betrachter*in, Kunstwerk und Raum auf. Es entsteht eine digitale Struktur, welche den Platz rund um das Casino dynamisiert und deren Öffentlichkeit der Reflexion über das „Betriebssystem“ Kunst eine weitere, tiefere Ebene, verleiht.

 

24. und 25. Februar 2024 um 12:00 Uhr
Mittagstisch – Tisch 12 x Werkraum Bregenzerwald
Location: Parkstudio, Festspielhaus
Hosted by Matylda Krzykowski (Kuratorin)
Ein Projekt zwischen Tisch 12 x Werkraum Bregenzerwald, bei dem lokale, nachhaltige Lebensmittel auf lokal produzierte Möbel und Objekte treffen. Der Werkraum Bregenzerwald präsentiert eine Auswahl aus dem reichhaltigen Portfolio seiner Mitgliedsbetriebe und Tisch 12 serviert eine gesunde Mahlzeit zum Mittagessen. Voranmeldung hier erforderlich

 

22. bis 25. Februar 2024
SEE
Lukas Birk, Katharina Fitz, Arno Giesinger, Mathias Kessler, Claudia Larcher, David Murray, Anna und Maria Ritsch
Kuratorin: Verena Kaspar-Eisert
Location: Propter Homines

Kunst ermöglicht Identifikation und Reflexion, fördert Integration und Teilhabe, Bewusstseinsbildung und Transformation. Sie feiert das Schöne genauso wie das Hässliche, sie verführt zum Fantasieren und entlarvt Täuschungen. Kunst reflektiert und hinterfragt die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Kunst ist Ausdruck und Projektionsfläche von Individualität und Gemeinschaft.

Bewahren, Erhalten, Erweitern, Erforschen und Vermitteln sind Kernaufgaben einer öffentlichen musealen Sammlung. Eine Sammlung prägt das kulturelle (Selbst-)Verständnis und spiegelt den Stellenwert von Kunst in einer Gesellschaft wider. 

Auf Einladung der STAGE Bregenz und der Organisation Bildrecht wählte die gebürtige Vorarlbergerin Verena Kaspar-Eisert, Kunsthistorikerin und Chefkuratorin des MuseumsQuartiers Wien, Werke aus der Sammlung des Landes Vorarlberg aus. Der Fokus lag dabei auf Foto- und Videoarbeiten aus jüngeren Ankäufen*. Die künstlerische Vielfalt der Region zeigt sich in der Sammlung wie auch in der Diversität der ausgewählten Werke: Wenngleich die Künstler*innen alle mit lens-based media arbeiten, verfolgen sie doch sehr unterschiedliche formale und inhaltliche Ansätze.

Der Titel der Ausstellung SEE ist eine Anspielung auf den Bodensee, der direkt an das Festspielhaus angrenzt und die Natur und Kultur der Region prägt. SEE bezieht sich aber auch auf das englische Wort für „sehen“. 

Es gibt verschiedene Arten des Sehens. Man kann etwas aus dem Augenwinkel wahrnehmen, Schemen oder Silhouetten ausmachen, durch etwas hindurchsehen, einen Blick erhaschen. Man kann die eigene Sichtweise hinterfragen, analysierend betrachten, etwas anstarren, den Blick auf etwas ruhen lassen. Das „sehende Sehen“ (Max Imdahl) meint eine unvoreingenommene, auf die genaue Betrachtung des Kunstwerks fokussierende Herangehensweise im Gegensatz zum wiedererkennenden Sehen, bei dem auf vorgefasste Konzepte zurückgegriffen wird. Diese aufmerksame Art des Sehens will diese kleine, konzentrierte Ausstellung durch die Art der Präsentation begünstigen: Die Hängung auf separaten Holzelementen lässt den einzelnen Werken viel Raum und unterstreicht damit Individualität und Eigenständigkeit der künstlerischen Positionen. 

Im eindrucksvollen Propter-Homines-Saal gibt SEE einen kleinen Einblick in die Sammlungstätigkeit des Landes, stellt acht Vorarlberger Künstlerinnen und Künstler mit Einzelwerken vor und lädt zum Verweilen und zum Sehen ein.

*Kunstankäufe des Landes Vorarlberg: 2016–2018 durch Claudia Voit und Peter Niedermair, 2019–2021 durch Herta Pümpel und Erhard Witzel

 

24. Februar 2024 um 11:00 Uhr
Einblick Spezial, Opernatelier (Englisch)
Hosted by Bregenzer Festspiele und KUB Opernatelier
Location: Seestudio 
Der bildende Künstler Hugo Canoilas schafft in seinen Werken häufig eine besondere, auch physische Nähe zu den Betrachter:innen. Welche räumlichen Möglichkeiten die Werkstattbühne bietet, um die Wahrnehmung des sich bewegenden Publikums zu beflügeln, war von Anfang an Thema in den Gesprächen von Hugo Canoilas mit Komponistin Éna Brennan sowie dem Regisseur und Librettisten David Pountney. Im Rahmen der neuen Kunstmesse STAGE Bregenz sprechen Festspiel-Intendantin Elisabeth Sobotka, Hugo Canoilas und KUB Direktor Thomas D. Trummer bei einem Einblick Spezial über die Arbeit am Bühnenbild.